Steinitz, Barbara (Illustrationen)
Aus dem Spanischen von Sigrid Groß
Das Mädchen von Chimel
Woher hat die junge Rigoberta Menchú die Kraft für ihr außerordentliches Leben bezogen, für die Unerschrockenheit im Kampf gegen die Unterdrücker Guatemalas? Das Mädchen aus Chimel ist ein Schlüssel zu dieser Frage. In 13 Kapiteln lässt Rigoberta Menchú Szenen ihrer Kindheit vorüberziehen. Die Bilder, die sie erinnert, spiegeln einen Alltag, der durchdrungen ist von der Weisheit der tausendjährigen Maya-Kultur. Die Menschen von Chimel sehen jedes Ding – Steine, Pflanzen, Tiere - belebt von einem eigenen Geist, dem sie ihren Respekt entgegenbringen. So leben sie im Einklang mit der grandiosen Natur, die sie umgibt. Erst als die Honigbienen eines Tages aus ihren Stöcken fliehen und nicht zurückkommen, klingt ganz leise eine düstere Ahnung an. Rigoberta Menchú lässt es bei diesen Andeutungen und offenbart ihre Kindheit als die Quelle ihrer besonderen Kraft und Lebensfreude.

