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Von den Sternen bis zum Tau
Von den Sternen bis zum Tau

4. Auflage
gebunden, Halbleinen, mit 80 Illustrationen von Vitali Konstantinov, 408 Seiten
ab 12 Jahren

€ 26,00 (D)
lieferbar

ISBN: 978-3-7795-0291-3

Soentgen, Jens
Konstantinov, Vitali (Illustrationen)

Von den Sternen bis zum Tau

Eine Entdeckungsreise durch die Natur. Mit 120 Phänomenen und Experimenten

Jens Soentgens umwerfende Reise durch die Natur geht „quer durch“, von oben bis unten, vom Makrokosmos zum Mikrokosmos, dabei bringt der Naturwissenschaftler und Philosoph etwas Seltenes fertig: Mit beeindruckenden fachlichen Kenntnissen und gleichzeitig mit romantischer Begeisterung beschreibt er die Phänomene, die ihm in der Natur begegnen. Damit wir auch aus eigener Anschauung lernen, gibt es Experimente, die sich ohne alle professionellen Apparate durchführen lassen. Wir entdecken Leuchtbakterien auf Heringsleichen und die Geheimnisse von Stonehenge an der Fensterscheibe! Die altmeisterlichen Zeichnungen von Vitali Konstantinov und die bibliophile Ausstattung machen das Buch auch äußerlich zu einem Vergnügen.

  • Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 
PRESSESTIMMEN:

Nicht immer schön, was die Wissensindustrie den jugendlichen Lesern zumutet: Manchmal erschöpfen sich "Wissensbücher", wie die Kinder jetzt sagen, in reiner Faktenhuberei. Jens Soentgens Buch ist anders: Beinahe poetisch kommt es daher und betrachtet die Natur als Wunder. Vom Starnberger See aus reist der Leser in eine phänomenale Welt - vom ganz Großen ins winzig Kleine - vom Sternenhimmel (und seinen Karten) bis ins Kohlenstoffatom. Man lernt in diesem Buch das Staunen neu: über den Baum und den Schatten, die Minze und den Kiesel, die Sonne und den Staub. Experimente laden zum abenteuerlichen Nachempfinden ein. Dem inneren Reichtum übrigens entspricht ein äußerer: Das Buch ist herrlich gestaltet. Vitali Konstantinov hat es liebevoll und mit einem aufgeklärten Augenzwinkern illustriert.
DIE WELT

Ein Buch zum Thema Naturwissenschaft, das nicht an ein Chemielabor mit Neonröhren und kalten Reagenzgläsern erinnert, wie viele wissenschaftliche Bücher, sondern den Leser mitnimmt auf eine geheimnisvolle Reise. Das auf so begeisternd leichte Art von den Wundern und Entdeckungen der Erde erzählt und einlädt zum selbst Experimentieren, dass ich gar nicht bemerke, wie ich immer mehr und mehr davon gefangen werde.Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss und will, ein außergewöhnliches und nicht nur für Jugendliche betörendes. Einfach schön zu lesen!
BÖRSENBLATT DES DEUTSCHEN BUCHHANDEL

Die Naturwissenschaften sind detailspezialisiert und techniklastig geworden, ohne noch für Laien nachvollziehbar zu sein. Jens Soentgen erinnert gleich zu Beginn an Kopernikus, der nicht einmal ein Teleskop besaß. Sein Werkzeug war eine kultivierte, hoch gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeit. Sie zu pflegen ist heute wichtiger denn je. Man sehe sich Kleinkinder an, mit welchem Ernst und unergründlicher Freude sie Erde, Holz, Plastik betasten, ablecken, drücken, um in kürzester Zeit unendlich viel Wissen zu sammeln. Man wünschte sich so unbefangenen Entdeckergeist auch später im Leben. Und wenn echte Naturforscher sich selbst Wege bahnen wollen, müssen sie sich einen Teil davon bewahren! Jens Soentgen leitet an zum Erkunden von Naturphänomenen mit einfachen Hilfsmitteln. Haushaltsgegenstände, die es in jeder Küche gibt, Pappen, Bindfäden: Sachen aus Haus oder Keller. Aber was er alles damit zeigen, verständlich machen und eindrucksvoll erklären kann, ist verblüffend: Sonne Mond und Sterne, Bakterienkulturen oder Kieselerde, Wind und Wetter. Oder den gewöhnlich allseits verhassten Staub. 
Allein für das Wort "Staubbeschimpfung", das man umgehend in den eigenen Wortschatz sinken lassen möchte, verdient Jens Soentgen Lob. Er bringt uns bei, wie man sich endlich vielleicht doch einprägen kann, welche Sternbilder wann am Himmel zu sehen sind, zumal er nie vergisst zu erklären, warum wir etwas davon haben.
Sterne können uns den Ort weisen, wo jemand auf uns wartet - so wie dies Buch wartet: Auf den kleinen Chemiker, den begabten Mathematiker, den neugierigen Erforscher von allem, was kreucht und fleucht. Ein Buch für den Vater mit dem Sohne, Mütter, Enkel, Töchter, ja auch staubwischende Tanten. Man muss nur ein kleines bisschen Neugier mitbringen und findet sich leicht zurecht in diesem Buch, das eben nur als Buch funktioniert. Kein Internet, keine Animation, alles zum selber Denken, Anfassen, keine Langeweile mehr haben.
NORDDEUTSCHER RUNDFUNK

Jens Soentgen möchte in die Geheimnisse der Naturwissenschaften ein-führen und zwar so, dass sie jeder versteht, auch ein Mathematik- oder Physikmuffel. Er besitzt die Gabe, Schwieriges einfach auszudrücken. Hübsche Illustrationen des Zeichners Vitali Konstantinov verdeutlichen anschaulich, was die Texte erzählen.  Die Entdeckungsreise quer durch die Naturwissenschaften beginnt bei Sonne, Mond und Sternen, führt zu Seen und Inseln, erzählt von Pflanzen und Tieren, wendet sich schließlich immer kleineren Dingen zu, endet bei Kohlenstoffatomen. Jedes Mal erläutert der Autor zuerst die Besonderheit seines gewählten Gegenstands. Dabei erfährt man unter anderem, dass es unmöglich ist, die exakte Länge einer Küstenlinie zu messen oder dass das abgerissene Blatt eines Usambaraveilchens Wurzeln und damit eine neue Pflanze bilden kann. 
Der studierte Chemiker und Philosoph vermeidet jegliches Fach-chinesisch, erzählt vielmehr bunte Anekdoten über jene Philosophen und Naturwissenschaftler, die entdeckt haben, nach welchen Gesetzmäßig-keiten Sterne über den Himmel ziehen, warum Blumen blühen, Tau entsteht oder Pflanzen wachsen. Anschließend erläutert er einzelne Phänomene anhand von Beispielen. So dient ihm die Fledermaus zu Ausflügen in die Welt des Hörens und des Schalls. Anschließend beschreibt Soentgen die Situation und das Zubehör für ein einfaches Experiment, das das gerade Erfahrene veranschaulicht.  
Der Autor hat sich zahlreiche verblüffend einfache Versuche ausgedacht, die man ohne großen Aufwand zuhause selbst durchführen kann. So kann man mit einer Erbse in der ausgestreckten Hand die Entfernung zum Mond bestimmen oder mit einer CD Licht in Regenbogenfarben auf-fächern. Viele der Hilfsmittel lassen sich leicht in einem Baumarkt be-sorgen oder aus Haushaltsgeräten basteln. Der Natur ihre Geheimnisse zu entlocken macht Spaß. Der Autor möchte mit seinem Buch beweisen, dass die moderne Naturwissenschaft keine kalte Theorienmaschine ist. Das ist ihm eindrucksvoll gelungen.
DEUTSCHLANDRADIO KULTUR

Mit Soentgen werden Sie, wenn Sie wollen, Experimente dazu machen – in Ihrer Küche, unterm Sternenzelt oder am Ufer eines Sees. Sie werden zum Forscher,im Handumdrehen. Sie werden mit Zahnpasta herumschmieren und fraktale Muster darauf erzeugen. Sie werden Höhe und Volumen eines Baumes schätzen und schon das Lesen der Experimentbeschreibung genießen, ebenso wie die Einzelessays der Kapitel, weil die Sprache so schön ist und der Sinn so hintergründig. Unaufhörlich werden Sie vermutlich auch die Zeichnungen des Künstlers Vitali Konstantinov bewundern,der geradezu märchenhaft anmutende Bilder beisteuert und dieses Buch zu einem Gesamtkunstwerk macht. Möglicherweise ist diese Rezension misslungen, weil von zuviel Wonne durchdrungen. Es ging leider nicht anders. »Von den Sternen bis zum Tau« ist mein persönliches »Wissenschaftsbuch des Jahres«. 
GIEßENER ALLGEMEINE