Die seltenste Frucht
2. Auflage
gebunden, mit Schutzumschlag
224 Seiten
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ISBN: 978-3-7795-0803-8
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Die seltenste Frucht
Gaëlle Bélem erzählt in ihrer Romanbiografie die Geschichte des kreolischen Sklaven Edmond Albius, der im 19. Jahrhundert auf der französisch kolonisierten Île Bourbon gelebt und Erstaunliches geleistet hat: Im Alter von 12 Jahren erfand er ein Verfahren zur Bestäubung der Vanille, die daraufhin in aller Welt kultiviert und als das beliebteste aller Aromen gefeiert wurde.
Der Waisenjunge Edmond wuchs in der Obhut seines „Besitzers" Ferréol Beaumont auf, ein Botaniker mit Vorliebe für Orchideen. Das lebhafte und wissbegierige Kind begleitete ihn von klein auf in die Gärten und Gewächshäuser. Als Ferréols jahrelange Versuche, der Gewürzvanille eine Frucht abzutrotzen, gescheitert waren, begann Edmond allein zu forschen ...
Die Autorin, die für ihre schillernde und humorvolle Sprache und die Authentizität ihrer Figuren ausgezeichnet wurde, lenkt den Blick auf die Geschichte ihrer Heimat La Réunion. Sie war geprägt von Rassismus und der Unterdrückung der Schwarzen Menschen, deren Talente und Erfolge systematisch aberkannt wurden. Edmond ist ihr Stellvertreter: Viele wurden reich an der seltensten Frucht, er starb in Armut.
Die Übersetzung aus dem Französischen wurde gefördert von Litprom e.V.
in Kooperation mit dem Goethe-Institut.
"100 Notable books of 2025" NEW YORK TIMES
"Der Tonfall der romanhaften Biographie Gaelle Bélems ist alles andere als sentimental, und gerade deshalb gelingt es ihr, Leserinnen und Leser in den Bann dieser ungeheuerlichen Geschichte zu ziehen." Susanne Rikl / Kommbuch
"Der Roman bewegt, weil er Erinnerungen zurückerobert (...) er lässt die Vanille nicht nur als Aroma, sondern als Spur von Ungerechtigkeit und menschlicher Erfindungskraft duften." Barbara Seidl-Reutz / Buchkultur
"Die Autorin erzählt farbig und fesselnd von der Kolonialgeschichte ihrer Heimat, von Sklaverei und Rassismus, vom Profit der Weißen aber auch von der Schönheit der Tropeninsel." Beate Frauenschuh / EKZ