Indigoblau
gebunden, mit Schutzumschlag
270 Seiten

  • € 25,00 (D)
  • lieferbar

ISBN: 978-3-7795-0733-8
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Aus dem Französischen von Bettina Kutzer

Indigoblau

Conakry, Hauptstadt Guineas, Westafrika. Die 15-jährige Véronique flieht aus dem Haus ihrer Eltern, nachdem sie ihren Vater mit dessen Dienstwaffe erschossen hat. Ein gleichaltriges Mädchen hilft ihr lange Zeit, sich zu verbergen, doch als sie sich endlich in Sicherheit glauben und in das Nachtleben der Clubs von Conakry wagen, taucht eine mysteriöse Figur auf: Ein Verfolger, der ihr Geheimnis zu kennen scheint. Die Art, wie der Roman Véroniques Geschichte erzählt, ist ein Ereignis, das verschiedene Zeiträume und Kontinente verbindet. Zwei Frauen, die sich zufällig in Paris kennenlernen, stellen fest, dass sie beide auf dramatische Weise Opfer der Tyrannenherrschaft von Sékou Touré im gerade unabhängigen Guinea sind. In einem Strudel der Erinnerung lassen sie einander eintauchen in ihre Geschichten - eine der Frauen ist Véronique, die Vatermörderin. Nach einem rätselhaften Einstieg liefert der Roman eine Überraschung nach der anderen. Seine Leser*innen erfahren vom berüchtigten Todeslager Camp B. und von der nie endenden Suche hinterbliebener Kinder nach ihrer Identität. Mit „Indigoblau" gibt Monénembo den Opfern der Diktatur eine Stimme. Der Wunsch, auszusagen und anzuprangern, hindert ihn nicht daran, einen rasanten und burlesquen Roman zu verfassen. Dass seine Protagonistinnen dem Leben Lust, Genuss und Glück abtrotzen, macht sie zu den resilienten Heldinnen in einer Geschichte mit Macht und Gewalt.

"Tierno Monénembos Indigoblau ist eine brillante Fiktion über die Schrecken der Gewaltherrschaft, in der die Helden allesamt weiblich sind. In erstaunlicher Weise fühlt sich der intellektuelle Kosmopolit in die Gedanken- und Gefühlswelten dieser so unterschiedlichen Frauen ein und legt zugleich Zeugnis ab von der schlimmsten Ära einer Nation."
Heinz Gorr / Bayern 2 Favoriten

"Die Ich-Erzählerin spricht bildhaft und emotional von ihren Erlebnissen, oft mit überraschender Selbstironie und handfestem Humor. Der Text mäandert elegant zwischen Ländern und Zeiten." Dina Netz / Deutschlandfunk Kultur